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Praxis Dr. Webler & Dr. Zaki, Neuss
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Sehnenerkrankungen

Schon kleinste Funktionsstörungen der Hand führen zu enormen Beeinträchtigungen im Alltag. Erkrankungen der Sehnen und Sehnenscheiden äußern sich oft in einseitigem Schmerz. Die Beschwerden treten zunächst bei Bewegung oder Belastung und später auch in Ruhe auf.

Sehnenscheidenentzündungen

Durch akute oder chronische Entzündungen der Sehnenscheiden kann es an der Hand und am Handgelenk zu Schmerzen und Funktionsstörungen kommen. Die Sehnenscheiden umgeben die Sehnen wie eine Hülle und schützen sie mit Gelenkschmiere an Stellen, an denen sie einer großen Belastung ausgesetzt sind.
Meist ist eine Überbelastung der Sehne die Ursache für eine Sehnenscheidenentzündung (Tendovaginitis). Es kann aber auch eine entzündliche Gelenkerkrankung oder Veranlagung der Grund sein. Oft ist das Handgelenk betroffen. Durch die andauernde Reizung kommt es zu einer Verdickung der Sehnenscheiden. Die Sehne kann nicht mehr reibungslos durch die Hülle gleiten, Schmerzen entstehen. Typische Symptome einer Sehnenscheidenentzündung sind Schwellung des Sehnenfachs, Bewegungs- und Ruheschmerzen, oftmals Rötung der betroffenen Stelle und Einschränkung der Sehnengleitfunktion (Springender Finger).

Als konservative Mittel zur Behandlung erfolgen z. B. Ruhigstellung, Medikamente und Kühlung. Bringen diese Maßnahmen keine Besserung, kann bei chronischen Beschwerden eine operative Behandlung erfolgen. Der kurze Eingriff kann in der Regel ambulant erfolgen, der Arm wird örtlich betäubt. Der Blutzufluss wird während der Operation durch eine Oberarmmanschette eingeschränkt, so kommt es kaum zu Blutungen. Ein kleiner Schnitt wird vorgenommen und der einengende Abschnitt der Sehnenscheide gespalten (Ringbandspaltung). Verdicktes Sehnengleitgewebe kann entfernt werden. Die Sehne hat dann wieder Platz zum Gleiten. Anschließend wird der Schnitt wieder vernäht. Bis die Wunde verheilt ist, sollte der Bereich geschont werden. Bewegungsübungen sollten aber erfolgen.


Sehnenkanalverengungen

Die Tendovaginitis de Quervain ist eine der häufigsten Sehnenscheidenentzündungen im Handgelenk. Die Entzündung befindet sich im Bereich des ersten Strecksehnenfachs. Sie kann zu Vernarbungen führen, dadurch wird das Gewebe der Sehnenscheide eingeengt. Diese Sehnenkanalverengung beeinträchtigt die Gleitfähigkeit der Sehnen. Es treten Schmerzen auf der Daumenseite des Handgelenks auf. Im Laufe der Zeit können die Schmerzen so stark werden, dass die Hand nicht mehr benutzt werden kann.

Ursachen von Tendovaginitis de Quervain sind z. B. Überlastung (Arbeit, Sport, Spielen eines Musikinstruments), hormonelle Änderungen (Wechseljahre, Schwangerschaft), Rheumatische Erkrankungen, Gicht und Diabetes.

Führt die konservative Behandlung nicht zur Besserung (Ruhigstellung durch Gipsverband mit Daumeneinschluss, entzündungshemmende Medikamente, Kortisonspritzen), kann bei chronischem Verlauf ein operativer Eingriff erfolgen. Hierbei wird die Sehnenscheide unter Lokalbetäubung operativ in Längsrichtung gespalten. Es wird kontrolliert, ob die Sehnen wieder frei gleiten können. Die Wunde wird anschließend vernäht. Zuletzt wird ein Kompressionsverband am Handgelenk und Unterarm angelegt. Der Eingriff kann ambulant erfolgen. Nach einigen Wochen können Sie Ihre gewohnten Tätigkeiten wieder aufnehmen. In den meisten Fällen kann die Funktion des Handgelenks nach der Abheilung vollständig wiederhergestellt werden.

Morbus Dupuytren

Morbus Dupuytren (auch Dupuytren-Kontraktur genannt) ist eine gutartige Erkrankung der Handsehnen. Es bilden sich hierbei Knoten und Stränge (narbige Verhärtungen) in der Hohlhand, die zu einer eingeschränkten Beweglichkeit der Finger führen. Mit Fortschreiten der Krankheit können die Finger nicht mehr vollständig gestreckt werden. Dies liegt vor allem beim Kleinfinger und Ringfinger vor. Die Erkrankung ist in der Regel schmerzfrei. Es sind hiervon meist Männer, besonders Nordeuropäer, im mittleren und hohen Lebensalter betroffen. Es wird vermutet, dass hierbei genetische Einflüsse eine Rolle spielen.

Konservative Behandlungsmöglichkeiten sind Bestrahlungen, Schienenbehandlung und Physiotherapie. Meist kehren die Knotenbildungen allerdings wieder. Im fortgeschrittenen Stadium ist eine Operation angezeigt. Diese hat zum obersten Ziel, die Handfunktion wiederherzustellen und erfolgt unter Betäubung des Arms oder Vollnarkose. Die Operation erfolgt in Blutleere des Arms (Blutsperre durch Manschette). Es werden zickzackförmige Hautschnitte in der Hohlhand und an den betroffenen Fingern angelegt, damit es nicht zu einer Narbenkontraktur kommt. Das krankhafte Bindegewebe unter der Haut wird entfernt.

Nach der Operation muss die Hand für einige Tage mit einer Unterarmgipsschiene ruhiggestellt werden. Der Arm sollte in den ersten Tagen hoch gelagert werden, um Schwellungen der Hand vorzubeugen. Es sollte frühzeitig mit Physiotherapie begonnen werden, um die Beweglichkeit der Hand zu fördern. Die Strangbildung kann auch nach erfolgreicher Operation nach Jahren erneut auftreten, sodass eventuell eine erneute Operation erforderlich sein kann.